The Natural Sciences and the Revolution

In famous publications, “The Natural Sciences and the Revolution” is an 1850 article by Ludwig Feuerbach, wherein it is asserted, proposed, and or "prophesized" that the natural sciences, chemistry in particular—either physical chemistry, of the Goethean philosophy based human chemistry variety, the logic of which Feuerbach had absorbed in 1834, and or "digestive chemistry" (physiology), of the “medical materialism” (Ѻ) variety, of Jacob Moleschott, who is cited (below), and who had attended Feuerbach’s 1848 “Essence of Religion” lectures—will someday dissolve, or is in the course of dissolving, the Christian world view in nitric acid. [1]

Article
The following is a Google-translated abridged German-to-English version of the article:

German
English
Der selige Minister Eichhorn gab einmal der Königsberger Universität die gnädige Versicherung: dass die königliche Regierung zwar keine mit ihren Grundsätzen in Widerspruch stehenden Religions- und Staatslehren dulden könne, dass sie aber nicht im entferntesten daran denke, mit dieser Beschränkung der philosophischen Wissenschaften auch die Naturwissenschaften beschränken zu wollen. Wenn uns ein anderer preussischer Minister mit dem beschränkten Unterthanenverstand bekannt gemacht, so hat dagegen der Herr Minister Eichhorn bei dieser Gelegenheit — freilich nicht bei dieser allein — den Beweis geliefert, dass es auch einen sehr beschränkten Regierungsverstand giebt. Wie? die Regierung maasst sich die Herrschaft über unsere Gedanken und Gesinnungen an, sie schreibt uns vor, was wir denken und glauben sollen, und dennoch erlaubt sie uns den Gebrauch unserer fünf Sinne?

Die Regierung steckt ihre Nase in Alles, sie durchstöbert jeden Winkel in unserem Schreibtische, jeden Wisch in unserem Papierkorb, um selbst noch in den ad pium usum bestimmten Papieren Spuren von Hochverrath auszuwittern, und doch untersucht sie nicht den Inhalt unserer Herbarien, unserer Steinsammlungen, unserer ausgestopften Thiere?(1) Die Regierung nimmt dem Bürger seine Waffen, dem Schriftsteller seine spitzige Feder, dem Drucker seinen Pressbengel, und doch lässt sie dem Geologen seinen Hammer, dem Anatomen sein Secirmesser, dem Chemiker sein Scheidewasser? Ist das nicht ein ungeheuerer Widerspruch?

Was ist aber der Grund dieser liberalen Gesinnung gegen die Naturwissenschaften? Nur der beschränkte Regierungsverstand, der nichts weiss von dem geheimen staatsgefährlichen Bunde der Naturwissenschaft mit Religion, Philosophie und Politik. Auf den ersten oberflächlichen Blick erscheint allerdings die Beschäftigung mit der Natur als die allerunschädlichste, ja unschuldigste, die es nur immer geben kann; denn was steht dem Getriebe der politischen Welt ferner als die Natur? Was ist für ein Zusammenhang zwischen den Gesetzen der Natur und den Intriguenspielen unserer Politik, zwischen den Bedürfnissen des Lebens und den Luxusartikeln unserer Staaten, zwischen den Kräften der Materie und den Phrasen unserer Minister und Deputirten? Was kümmern sich die Naturmächte um unsere Gross- und Kleinmächte, unsere Fürsten und Demokraten? Unterscheidet der Floh zwischen fürstlichem und bürgerlichem Blut, der Blitz zwischen einem gekrönten und ungekrönten Haupte? Aber wie das Objekt so das Subjekt, wie die Ursache so die Wirkung. Gleichgiltigkeit gegen die politischen Parteien und Händel ist daher die erste Wirkung der Naturwissenschaft.

Diese Wirkung passt nun allerdings insofern in den Kram unserer reactionären Regierungen, als der Naturforscher nicht gegen sie ist; aber er ist auch nicht für sie, und das allein macht ihn schon zu einem höchst verdächtigen Menschen. Denn unsere Staaten sind ja »gut christlich«; sie stützen sich, wenn auch nur mit Bayonnetten, auf die Heilige Schrift, und in ihr steht geschrieben: »Wer nicht für mich ist, ist wider mich«. Die politische Indifferenz ist übrigens auch nur eine vorübergehende Wirkung der Naturwissenschaft; denn die Natur kümmert sich nicht nur nichts um Politik, sie ist auch das direkte Gegentheil der Politik. Wo Natur, ist keine Politik, wenigstens im Sinne der Dynasten, und wo Politik, nur Unnatur: wie könnte also der Naturforscher bei diesem augenfälligen Contraste zwischen dem Wesen der Natur und dem Unwesen der Politik gleichgiltig bleiben?

Der Naturforscher sieht, wie die Natur in einem ewigen Fortschritte begriffen ist, wie sie nie mehr auf eine einmal überschrittene Stufe zurückfällt, nie mehr aus einem Mann ein Knabe, einem Weibe ein Mädchen, einer Frucht eine Blüthe, einer Blüthe ein Blatt wird; wie in der Natur immer das Alte abstirbt, und zwar nur dazu, um den Dünger für eine bessere Zukunft abzugeben. Wie thöricht, wie lächerlich kommen ihm dagegen die reactionären Thaumaturgen vor, welche sich einbilden, inhaltsvolle Jahre aus der Geschichte streichen, die Menschen auf einen verlassenen Standpunkt zurückversetzen, Männer wieder zu Kindern machen zu können! Der Naturforscher sieht, wie es in der Natur nichts Isolirtes, nichts Vereinzeltes giebt; wie Alles vielmehr in ihr in einem nothwendigen und grossartigen Zusammenhang steht; wie die Naturwesen sich zwar in verschiedene Klassen abtheilen, aber nur nach begründeten Unterschieden, und wie selbst diese wieder zuletzt in die Einheit des Ganzen sich auflösen. Er gewöhnt sich dadurch unwillkürlich, alle Dinge von einem universellen Standpunkte aus zu betrachten, folglich auch an die Politik den grossen Maasstab der Natur anzulegen.

Wenn er daher einen Blick in die deutsche Politik wirft, ach! wie winzig erscheinen ihm da unsere »grossen Staatsmänner«, wie unerheblich die Spielarten der »achtunddreissig deutschen Nationen«, die sich auf dem Miste des historischen Rechtsbodens erzeugt haben, wie komisch die zwieträchtige Eintracht der deutschen Fürsten, wie unwürdig das corpsburschenschaftliche Wesen und Treiben unserer Particularisten, wie ungeheuer die Beschränktheit der Politiker, welche einen Staat wie Preussen als einen Grossstaat betrachten und bezeichnen! Der Naturforscher verkennt zwar nicht, dass Preussen in dem kleinen Baden gross gethan; aber wie klein, wie unendlich klein erscheint ihm Preussen und sein Benehmen im Grossen und Ganzen der deutschen Politik! Der Naturforscher ist Grossdeutscher im wahrsten und eminentesten Sinne des Worts. Für ihn existirt kein Lichten- und Lobenstein, aber auch kein Preussen, kein Oesterreich, kein Bayern. Der Naturforscher weiss aus der Erfahrung, dass die Farbe das allerwesenloseste Unterschiedsmerkmal. Was anders unterscheidet denn aber zuletzt z.B. den Preussen und Bayern, als die Farben: schwarzweiss und blauweiss?

Wie kann also der Naturforscher seinen universellen Sinn und Blick durch diese wesenlosen, willkürlichen, kleinlichen Unterschiede beschränken, wie preussisch oder bayrisch gesinnt sein? Wenn man aber nicht mehr preussisch oder bayrisch denkt, kann man dann noch eine königlich preussische oder königlich bayrische, oder gar fürstlich loben- und lichtensteinische Gesinnung haben? Unmöglich! Der Naturforscher wirft daher mit Cicero’s Ausruf über die Politik seiner Zeit: »Sunt omnia omnium miseriarum plenissima«, (Alles ist aller Erbärmlichkeiten voll) sehnsuchtsvoll seine Blicke über die blauweissen und schwarzweissen Schlagbäume der deutschen Politik hinüber in die freien Urwälder Nordamerikas, vor dessen räumlicher Grösse allein schon die kleinlichen Maasstäbe der europäischen Kabinetspolitik in Nichts verschwinden und findet das Heil nur in der Demokratie.(2)

Aber nicht nur Demokrat, selbst auch Socialist und Communist, freilich nur im vernünftigen und allgemeinen Sinne dieses Worts, wird nothwendig der Naturforscher; denn die Natur weiss nichts von den Anmaassungen und Fictionen, durch die der Mensch im Rechte die Existenz seines Nebenmenschen beschränkt und verkümmert hat. Die Luft gehört von Natur Jedem und eben damit Niemanden, sie ist das Gemeingut aller Lebenden; aber die Rechthaberei hat selbst die Luft zu einem Regale gemacht: »Der Wind gehört der Herrschaft«. Die Natur kennt allerdings das Eigenthum, aber nur das nothwendige, vom Leben unabsonderliche; sie giebt jedem Wesen, was es braucht; sie hat keines zum Verhungern geschaffen. Die Nothwendigkeit der Verhungerung verdankt ihre Existenz nur der Willkür des Staates, dessen Wesen der »Staat«, die Uniform, der Schein, der Tand ist. Der Blick in die Natur erhebt darum den Menschen über die engherzigen Schranken des peinlichen Rechts, sie macht den Menschen communistisch, d.h. freisinnig und freigebig. Selbst der heilige Anselmus sagt schon, seinem Lebensbeschreiber Cadmerus zufolge, ganz im Widerspruch mit der weltbekannten geistlichen Habsucht, dass nach dem Naturgesetz (secundum naturalem legem) nichts dem Einen mehr als dem Andern angehöre, und dass alle Schätze der Welt zum allgemeinen Besten der Menschen erschaffen seien.

Das »gute alte Recht« hat die Menschheit in Noblesse und Canaille, Adel und Pöbel, geschieden und zur Rechtfertigung dieser Injurie gegen das Menschengeschlecht den unsinnigen Satz aufgestellt: »Venter nobilitat«. Aber die Naturwissenschaft kennt keinen Unterschied zwischen einem adeligen und einem bürgerlichen Bauch, sie weiss nur von einem allen Menschen gemeinen und gleichen Ursprung. Als einst der Anatom Jodocus Lucius die Lage der Gebärmutter zeigte, sagte er: »Hier lasset uns bespiegeln, wir Menschen, die wir mit unserer adeligen Ankunft prangen und meinen, wir seien besser als Andere: hier ist unsere erste Wohnung zwischen Harn und Koth.« Solche communistische, staats- und rechtswidrige Gesinnungen flösst die Natur ein!

Und doch giebt der beschränkte Regierungsverstand die Naturwissenschaft frei und stellt nur die Philosophie unter polizeiliche Aufsicht. Nur die Philosophie! Wie thöricht! Wie unschädlich ist sie, wie arm, wie wehrlos im Vergleich zu den Naturwissenschaften! Wie leicht kann man ihre gefährlichen Wirkungen auf das Publikum verhindern! Was gehört dazu, einen Philosophen zu widerlegen? Nichts weiter als ein Professor der Philosophie, und was ist leichter zu haben als ein solcher! Wenn daher ein revolutionärer Philosoph auftritt, so braucht man nur einen Professor der Philosophie gegen ihn schreiben zu lassen, und der arme Philosoph ist, wenigstens in den Augen des Publikums — aber darauf kommt es allein an, Schein regiert die Welt — mausetodt. Dem Philosophen, dem nur das treulose und vieldeutige Wort zum Organ dient, kann man ja ohne Mühe auch den sonnenklarsten Satz, den unwidersprechlichsten Beweis zunichte machen: man darf nur ein Wort verdrehen, oft selbst nur eine Partikel auslassen, und der ganze Satz löst sich in Unsinn auf.

Was sind gegen die festbestimmten und innigen Verbindungen der chemischen Stoffe die losen, flüchtigen Wortverbindungen, die der Gedanke eingeht? Was gegen den soliden Körperbau der naturgeschichtlichen Wesen der papierne Periodenbau, worauf sich der Philosoph stützt! Was gegen die Platinadichte des Natursystems das luftige Spinnengewebe der Sprache, worin der Denker sein Wesen entfaltet! Spinne noch so sorgfältig, noch so logisch zusammenhängend Faden an Faden: du vermagst nichts gegen die Natur der Sprache, du reihst nur Lücke an Lücke, und jede Lücke ist ein Tummelplatz für die Bosheit und Dummheit deiner Kritiker. Der Philosoph spricht sich ferner nur in allgemeinen und deswegen abstracten Sätzen aus. Sind diese gleich nur von einzelnen wirklichen Fällen abgezogen, so scheinen sie doch nur aus der Luft gegriffen zu sein, wenn man nicht durch den Schein hindurch auf den Grund blicken, das Abstracte mit dem Concreten, das Geistige mit dem Sinnlichen verknüpfen kann. Aber wie Wenige vermögen dieses! Und wie machtlos sind überhaupt abstracte Wahrheiten!

Wie ganz anders ist es dagegen mit der Naturwissenschaft, deren Grundsätze anschauliche Thatsachen, deren Beweismittel sinnliche Instrumente sind. Doch wozu sagen, was schon Andere besser gesagt haben! Condorcet in seinem »Éloge de Mariotte« sagt:

Les théories nouvelles, les mieux prouvées, font peu de progrès, tant qu’elles ne sont appuyées que sur des principes abstraits; même les meilleurs esprits, accoutumés à certaines idées abstraites, acquises dans la jeunesse, rejettent toutes celles qui ne se lient pas aisément avec les premières, et toutes les vérités spéculatives dont on ne peut leur donner des preuves sensibles, sont absolument perdues pour eux. Ainsi toutes les fois qu’un homme de génie propose des vérités nouvelles, il n’a pour partisans que ses égaux, et quelques jeunes gens élevés loin des préjugés des écoles publiques; le reste ne l’entend point ou l’entend mal; le persécute ou le tourne en ridicule.

[Die neuen, am besten bewiesenen Theorien machen wenig Fortschritte, solange sie sich nur auf abstrakte Prinzipien stützen; selbst die besten Geister, die an bestimmte, schon in der Jugend erworbene abstrakte Ideen gewöhnt sind, verwerfen all die Ideen, die sich nicht bequem mit den ersteren verbinden, und alle spekulativen Wahrheiten, für die man keine sinnlich wahrnehmbaren Beweise geben kann, sind für sie absolut verloren. Wenn daher ein Mann von Genie neue Wahrheiten vorschlägt, hat er allemal zu Anhängern nur seinesgleichen und einige junge Leute, die fern den Vorurteilen der öffentlichen Schulen erzogen sind; der Rest versteht ihn nicht oder falsch, verfolgt ihn oder macht ihn lächerlich.]

Allerdings greift der Naturforscher nicht direct, wie der Philosoph, die religiösen und politischen Vorurtheile an; aber man kann kein Glied aus der Reihe der menschlichen Vorstellungen herausreissen oder verändern, ohne damit die ganze Reihe zu verändern. So lange die Phantasie des religiösen Glaubens die Menschen beherrschte, so lange war auch die natürliche Welt eine Fabel- und Märchenwelt. Wer an Wunder in der Bibel glaubt, der glaubt auch an Wunder ausser der Bibel, der hat überall Wunder im Kopfe. Und umgekehrt: wer an keine natürlichen Wunder mehr glaubt, der glaubt auch keine religiösen mehr. Wie wäre es auch anders möglich? Der Boden aller Wunder ist ja die Natur. Freilich kann sich der Mensch mit der Ausrede helfen, dass er nur auf dem Gebiete der Natur, nicht der Religion und Theologie, das Wunder aufhebe. Aber nur eine Zeit lang; endlich siegt doch im Menschen der Einheitsdrang und Wahrheitssinn über den Zwiespalt zwischen einer vernünftigen natürlichen und einer unvernünftigen übernatürlichen Welt.

Der erste Revolutionär der neueren Zeit war daher der Verfasser der Schrift »De revolutionibus orbium coelestium«, Nicolaus Copernicus. Copernicus hat den allgemeinsten, den ältesten, den heiligsten Glauben der Menschheit, den Glauben an die Unbeweglichkeit der Erde, umgestossen und mit diesem Stosse das ganze Glaubenssystem der alten Welt erschüttert. Er hat als ein echter »Umsturzmann« das Unterste zu oberst und das Oberste zu unterst gekehrt, die höchste Sphäre des ptolemäischen Systems, das Primum mobile, (die Ursache der täglichen Himmelsbewegung) zum Parterre der Astronomie gemacht, der Erde die Initiative der Bewegung zugeeignet und dadurch allen ferneren und anderweitigen Revolutionen der Erde Thür und Thor geöffnet.

Er hat dem phantastisch-despotischen Dominium mundi des Mittelalters, welches sich die Erde über die Himmelskörper, der Papst über die Geister, der Kaiser über die Fürsten und Völker, der Mensch über die Menschen angemaasst hatte, für immer den Garaus gemacht; er hat den menschlichen Geist aus den epicyklischen Zauberkreisen des verworrenen, widerspruchsvollen Unsinns einer eingebildeten Welt erlöst und zur Anschauung der wirklichen Welt, zur Einfachheit der Natur zurückgeführt. Er hat mit frecher Hand die bis auf ihn verschlossene, mit Ausnahme einiger ketzerischer Denker selbst den grössten Geistern des Alterthums undurchdringliche, nur zur Brustwehr der menschlichen Beschränktheit, Gedankenlosigkeit und Gläubigkeit dienende Himmelsveste aufgesprengt, und dadurch den Blick des Menschen bis in die Unendlichkeit des Universums erweitert und dem gesunden Menschenverstand Eingang selbst in den Himmel verschafft. Der Himmel galt sonst in der Religion für den Thron und Sitz der Gottheit, den Wohnort der Seligen, in der Philosophie für das fünfte Element, wo keine Negation, keine Veränderung, kein Entstehen und Vergehen wie auf der plebejischen Erde stattfinden sollte, kurz: für ein heiliges göttliches Wesen. Aber alle diesen süssen, heiligen Vorstellungen und Aussichten, die sich sonst an den Himmel knüpften, hat die moderne Astronomie, deren Urheber oder Begründer Copernicus war, schonungslos vernichtet. Sie hat zwar die Erde in den Himmel emporgehoben, aber eben dadurch auch den Himmel profanirt, die Himmelsgestirne auf gleichen Fuss mit der Erde gesetzt. Copernicus ist es, der die Menschheit um ihren Himmel gebracht hat. Wo kein sinnlicher Himmel mehr, verschwindet auch bald der Himmel des Glaubens; denn nur an dem sinnlichen Himmel hatte ja auch der religiöse seinen Grund und Haltpunkt. Mit vollem Recht wurde das Copernicanische Weltsystem von den Katholiken als ein ketzerisches förmlich verdammt, von den Protestanten wenigstens theoretisch verworfen, denn es widerspricht der Heiligen Schrift. »Du gründest das Erdreich«, heisst es im Psalm, »auf seinen Boden (super stabilitatem suam, wie es in der Vulgata heisst), dass es bleibt immer und ewiglich.« »Die Erde bleibet ewiglich«, sagt der Prediger Salomo, »die Sonne geht auf und geht unter und läuft an ihren Ort.« Diese und noch einige andere Sprüche der Bibel hielt man den Copernicanern entgegen. Was aber in der Bibel steht, muss auch in der Natur stehen. Hat man doch selbst in den Sternbildern die hebräischen Buchstaben gefunden! »Alles, was die Heilige Schrift behauptet«, heisst es z.B. in Theodorici Winshemii Novae quaestiones sphaerae« vom J. 1564, »ist unbezweifelbar gewiss. Die Heilige Schrift behauptet aber, dass die Erde fest und unbeweglich sei. Also ruht die Erde in der Mitte der Welt und bewegt sich nicht.« Welch eine glückliche Zeit, wo man noch mit Bibelsprüchen den menschlichen Geist bannen, mit Bibelsprüchen den Revolutionen der Erde Stillstand gebieten konnte! Was sind gegen diese Wirkungen des todten biblischen Buchstabens die oratorischen Machtsprüche, womit unsere politischen Schlangenbeschwörer die »lernäische Schlange« der Revolution bezwingen wollen. Und gleichwohl sieht der beschränkte Regierungsverstand nicht ein, dass nicht erst die gottlose Philosophie, sondern schon Meister Copernicus der Bibel ihre reactionäre Zaubermacht genommen. Copernicus hat das körperliche Centrum der Welt, die Erde, in die Reihe der Irrsterne eingeführt; Copernicus hat auch das geistige Centrum der christlichen Welt, die Bibel, in die Klasse der irrenden menschlichen Bücher versetzt. Schwach sind die Gründe, womit die Copernicaner die göttliche Ehre der Bibel zu retten suchten. Die Geschichte hat sie längst widerlegt. »Der Heilige Geist lässt sich nicht trennen, noch theilen, dass er ein Stück sollte wahrhaftig und das andere falsch lehren oder glauben lassen.« Wo die Bibel keine Stimme mehr in der Astronomie hat, da hat sie bald auch keine mehr in anderen Dingen. Wie verträgt sich denn auch mit einer falschen Astronomie eine wahre Anthropologie oder Psychologie? Wie kann man den Menschen im wahren Lichte betrachten, wenn man die Welt, zu der er gehört, nur nach ihrem Scheine beurtheilt? Doch wozu versteige ich mich bis in den fernen Himmel der Astronomie, um die Naturwissenschaften wegen ihrer revolutionären Tendenz bei unseren Regierungen zu denunciren? Einen uns weit näher liegenden, eindringlichern und zeitgemässern Beweis von der universellen revolutionären Bedeutung der Naturwissenschaft haben wir an vorliegender neuer Schrift: Lehre der Nahrungsmittel. Für das Volk. Von Jakob Moleschott. Erlangen, Enke. 1850.

Diese Schrift theilt uns mit, in volks- oder, was Eins ist, menschenfreundlicher Absicht und Sprache, die Resultate der modernen Chemie über die Nahrungsmittel, ihre Bestandtheile, ihre Beschaffenheiten, Wirkungen und Veränderungen in unserem Leibe. Sie hat also eigentlich nur einen gastronomischen Zweck und Gegenstand; und doch ist sie eine, und zwar im höchsten Grade, Kopf und Herz aufregende, eine sowohl in philosophischer als ethischer und selbst politischer Beziehung höchst wichtige, ja revolutionäre Schrift.

Ich beginne meine Denunciation mit der Philosophie und behaupte, dass diese Schrift, obgleich sie nur von Essen und Trinken handelt, den in den Augen unserer supranaturalistischen Scheincultur niedrigsten Akten, doch von der höchsten philosophischen Bedeutung und Wichtigkeit ist. Ja, ich gehe weiter und behaupte, dass nur sie die wahren »Grundsätze der Philosophie der Zukunft« und Gegenwart enthält; dass wir in ihr die schwierigsten Probleme der Philosophie gelöst finden. Was haben sich nicht sonst die Philosophen den Kopf zerbrochen mit der Frage von dem Bande zwischen dem Leib und der Seele!

Jetzt wissen wir aus wissenschaftlichen Gründen, was längst das Volk aus der Erfahrung wusste, dass Essen und Trinken Leib und Seele zusammenhält, dass das gesuchte Band also die Nahrung ist. Wie hat man sich nicht sonst über eingeborene oder von aussen gekommene Ideen gezankt und wie verächtlich auf die herabgeblickt, welche den Ursprung der Ideen aus den Sinnen ableiteten! Jetzt ist es uns ebenso unmöglich von eingeborenen Ideen zu reden wie von eingeborenen Speisen oder von eingeborener Wärme, die wirklich einst unter dem Namen calor innatus eine Hauptrolle in der Naturwissenschaft spielte. Jetzt wissen wir, dass die Respiration die hauptsächlichste Quelle der Wärme, dass die Luft ein wesentlicher Theil unserer selbst ist, dass wir alles von aussen pumpen, dass wir nichts zu eigen haben, dass wir als reine Lumpen und Communisten auf die Welt kommen, dass gar nichts in uns ist, was nicht auch ausser uns existirt, dass wir am Ende nur aus Sauerstoff, Stickstoff, Kohlenstoff und Wasserstoff, diesen wenigen, einfachen und doch so unendlich verschiedenartiger Verbindung fähigen, diesen geisterhaften, unmittelbar un- und übersinnlichen und dennoch an sich und mittelbar sinnlichen Stoffen zusammengeflickt sind.

Wie stimmt aber diese Anschauung des Menschen mit der christlichen Welt- und Menschenanschauung? Denn was ist der eigentliche Kern der christlichen, wenigstens dogmatisch-christlichen Lehre? Der: »dass wir existiren könnten allein mit Gott, auch wenn kein Raum, keine Materie wäre, weil unser Wesen nicht den Begriff der Existenz der äusseren Dinge in sich schliesst«; dass der Mensch ein Bild Gottes, d.h. das Wesen ist, welches nur aus sich und in sich d.h. nur aus und in Gedanken besteht, welches keiner Welt, keiner Natur, keiner Materie zu seiner Existenz bedarf: dass also der Mensch noch existirt, auch wenn sein Leib und die materielle Welt überhaupt zugrunde geht.

Und dennoch dulden unsere gutchristlichen Regierungen im christlichen Staate die Naturwissenschaften, insbesondere die allerradikalste, corrosivste und destructivste Wissenschaft, die Chemie, die in ihrem Scheidewasser all die Mysterien der christlichen Weltanschauung aufgelöst hat? Welch’ ein ungeheuerer Widerspruch!

Doch kehren wir wieder von den Thorheiten der Politik zur Philosophie zurück. Wie hat nicht der Begriff der Substanz die Philosophie vexirt! Was ist sie? Ich oder Nicht-Ich, Geist oder Natur, oder die Einheit von beiden? Ja, die Einheit. Aber was ist denn damit gesagt? Die Nahrung nur ist die Substanz; die Nahrung die Identität von Geist und Natur. Wo kein Fett, ist kein Fleisch; aber wo kein Fett, da ist auch kein Hirn, kein Geist: und das Fett kommt nur aus der Nahrung. Die Nahrung ist das Spinozistische Hen kaì pân, das Allesumfassende, das Wesen der Wesen. Alles hängt vom Essen und Trinken ab. Die Verschiedenheit des Wesens ist nur Verschiedenheit der Nahrung. Schon in der »Offenbarung der Natur und natürlichen Dinge ... durch den hochgelehrten Hieronymum Cardanum« heisst es übrigens ganz im Widerspruch mit der Offenbarung der Bibel, wo dem Essen und Trinken nur eine frivole Bedeutung gegeben, das Wesen des Menschen als ein vom Essen und Trinken unabhängiges vorgestellt wird: »die Nahrung mögend in alle Naturen die Menschen verenderen. Wölliche nun vil Wildbret und Gewürz in der Speiss brauchen, werden alle grimm und zornig leuth, wölliche kraut essend, werdend milt und zahm.« Welche dornenvolle Untersuchungen hat nicht das Sein den Philosophen verursacht! Ist es Eines oder Vieles? Eins mit dem Denker aber verschieden von dem Nichts des Gedankens? Unnütze Fragen! Das Sein ist Eins mit dem Essen; Sein heisst Essen; was ist, isst und wird gegessen. Essen ist die subjektive, thätige, gegessen werden die objective, leidende Form des Seins; aber Beides unzertrennlich. Erst im Essen erfüllt sich daher der hohle Begriff des Seins und offenbart sich die Unsinnigkeit der Frage: ob Sein und Nichtsein identisch, d.h. ob Essen und Hungern identisch ist?

Was haben sich nicht die Philosophen mit der Frage gequält: was ist der Anfang der Philosophie? Ich oder Nicht-Ich, Bewusstsein oder Sein? O ihr Thoren, die ihr vor lauter Verwunderung über das Räthsel des Anfangs den Mund aufsperrt und doch nicht seht, dass der offene Mund der Eingang ins Innere der Natur ist, dass die Zähne schon längst die Nüsse geknackt haben, worüber ihr noch heute euch vergeblich den Kopf zerbrecht! Damit muss man anfangen zu denken, womit man anfängt zu existiren. Das Principium essendi ist auch das Principium cognoscendi. Der Anfang der Existenz ist aber die Ernährung; die Nahrung also der Anfang der Weisheit. Die erste Bedingung, dass du etwas in dein Herz und deinen Kopf bringst, ist: dass du etwas in deinen Magen bringst. »A Jove principium« hiess es sonst, aber jetzt heisst es: »a ventre principium«. Die alte Welt stellte den Leib auf den Kopf, die neue setzt den Kopf auf den Leib; die alte Welt liess die Materie aus dem Geiste, die neue lässt den Geist aus der Materie entspringen. Die alte Weltordnung war eine phantastische und verkehrte, die neue ist eine natur- und eben deswegen eine vernunftgemässe. Die alte Philosophie begann mit dem Denken, sie »wusste nur die Geister zu vergnügen und liess darum die Menschen ohne Brod«; die neue beginnt mit Essen und Trinken. Die alte Philosophie hatte daher nichts im Kopfe — »Sein und Nichts ist identisch«, das Nichts ist das Infinitum et indeterminatum negans; Dieu est opposé au néant —: denn wo nichts im Magen, ist auch nichts im Kopfe. Der Kopf ist das Vermögen, zu schliessen; aber die Vordersätze, die Elemente zu diesen Schlüssen liegen in den Speisen und Getränken. Der Geist ist Licht, verzehrendes Feuer, aber der Brennstoff ist der Nahrungsstoff. »Ein voller Bauch studirt nicht gern«; richtig; aber so lange der Bauch voll ist, so lange hat der Kopf auch nichts vom Inhalte des Bauchs. Hirn werden die Speisen erst, wenn sie verdaut, wenn sie Blut geworden sind. Der »volle Bauch« ist also ein alberner Einwand. Es bleibt dabei: der Nahrungsstoff ist Gedankenstoff.

Das Gehirn kann ohne phosphorhaltiges Fett nicht bestehen. ... An das phosphorhaltige Fett ist die Entstehung, folglich auch die Thätigkeit des Hirns geknüpft. ... Ohne Phosphor kein Gedanke (»Lehre der Nahrungsmittel«, S. 115fg.).

Wo hat je ein speculativer Philosoph daran gedacht? Haben sie nicht alle das Denken aus sich selbst erklärt, den Geist zu einem selbständigen, stofflosen von aller Materie abgesonderten Wesen gemacht? Haben sie nicht ihr Nichtwissen von den materiellen Grundlagen des Geistes in ein Nichtsein derselben verwandelt? Ist es nun ein Wunder, dass es noch so dunkel in der Welt aussieht, da selbst unsere grössten Denker keinen Phosphor im Kopfe hatten?

Ist es ein Wunder, dass die unsinnigste Vorstellung, die Schöpfung aus Nichts, sogar zu einem heiligen Glaubensartikel und zum »höchsten Problem der speculativen Philosophie« wurde? Was heisst denn aber: »die Welt ist geschaffen aus Nichts« anders als: sie ist geschaffen ich weiss nicht woraus? Was heisst also, an eine Schöpfung oder überhaupt Entstehung aus Nichts glauben? Es heisst an die Heiligkeit und Göttlichkeit der Ignoranz glauben; es heisst die Ignoranz an die Spitze der Welt, der Religion und Wissenschaft stellen. Ein Beispiel hiervon haben wir eben an dem Ernährungsprocess. Dass die Speisen Fleisch und Blut werden, wusste man; aber wie? Das wusste man nicht. Wie löste man nun den Widerspruch zwischen dem bekannten Etwas und dem unbekannten Nichts oder dem Nichts der Unwissenheit? Man schrieb dem Leibe unter dem Namen der Lebenskraft ohne Weiteres die Kraft zu, die Speisen in Blut zu verwandeln, d.h. man dichtete dem Organismus, wenn auch nicht mit Worten, doch der That nach, eine aus Nichts schaffende Kraft an, um so die Wunder der christlichen Dogmatik in Fleisch und Blut umzusetzen.

Aber in der Wirklichkeit verhält es sich ganz anders. Hören wir wie. Ehe wir aber dieses Wie verstehen, müssen wir wissen, warum wir essen und was wir essen oder vielmehr uns aneignen. »Das Leben ist Stoffwechsel« (S. 66). Wir empfangen von der Aussenwelt Stoffe und geben sie wieder zurück, nur in anderer Gestalt, scheiden sie aus. Und je mehr oder weniger wir von uns geben, desto mehr oder weniger müssen wir auch zu uns nehmen. Leider ist aber nicht mit der verminderten Aufnahme von Nahrungsmitteln auch eine verhältnismässige Abnahme der Ausscheidungen verbunden. Wenn wir Nichts zu verzehren haben, verzehren wir uns selbst. Es heisst (S. 62):

»Auch wenn wir uns aller Speise und alles Tranks enthalten, hauchen wir Kohlensäure und Wasser aus, die Ausleerungen von Harn und Koth erfolgen nach wie vor, die Haare wachsen, die Nägel verlängern sich, und Schweiss und Schleim entziehen dem Körper von Stunde zu Stunde seine wesentlichsten Bestandtheile. Und wenn die Enthaltsamkeit fortdauert, dann verräth sie sich nur zu bald durch eine beträchtliche Abnahme des Gewichts unseres Körpers.«

Ferner S. 63:

»Wenn der Ersatz aufhört, während die Ausgaben fortdauern, dann ändert sich alsbald die Zusammensetzung der Gewebe, und das Blut, das nicht nur für die Gewebe, sondern auch für sich selbst einkauft, macht in einigen Tagen oder, wenn es hoch kommt, in wenigen Wochen Bankrott. Denn der Sauerstoff, den wir einathmen, zehrt vom Blut, dessen Einnahmen stocken.«

Und S. 49:

»Allen Stoffen unseres Körpers wird nämlich Sauerstoff der Luft zugeführt den wir unablässig einathmen. Kein Stoff aber greift mächtiger als der Sauerstoff in das Werden und Vergehen der organischen Verbindungen ein. Vor der anhaltenden Wirkung des Sauerstoffs hat keine organische Verbindung unsers Körpers Bestand.«

Am ersten schwinden unter dem verzehrenden Einfluss des Sauerstoffs die Fette, dann die Muskeln, das Herz, Milz und Leber, am spätesten die Nerven und das Hirn — eine merkwürdige Erscheinung, da sie aus den wandelbarsten Stoffen unsers Körpers, aus Fett und Eiweiss bestehen; eine bis jetzt noch unerklärte Erscheinung, die aber trotzdem das späte Absterben der geistigen Thätigkeit erklärt. Doch die Folgen des Hungerns oder Fastens erstrecken sich noch weiter. Wo die Menge und Mischung des Stoffs, verändert sich auch die Form der Verrichtung.

»Denn ein gemeinsames Band hält Stoff und Form und Verrichtung umschlungen ... Der leichtere Muskel, dessen Fett und Eiweiss geschwunden ist, erscheint als welkes Fleisch, das sich langsam zusammenzieht. Das Herz ist träge, die Zahl der Pulse in der Minute beträchtlich vermindert ... Kleine Reize haben grosse Wirkung. Das Licht thut wehe, ein stärkerer Schall wird unerträglich, eine Berührung erweckt Zorn ... In schlafloser Nacht quält den Hungernden die Gier, der mächtige Hebel so vieler Leidenschaften. Wer zu Aas und Leichen, zum Fleisch seiner Freunde oder zu seinem eigenen Körper greift, der beweist mehr als die Einbildungskraft der Dichter sich vorstellen kann ... Von keinem Triebe wird die Macht des Geistes trauriger besiegt. Der Hunger verödet Kopf und Herz ... Der Hungernde fühlt jeden Druck mit Centnerschwere: darum hat der Hunger mehr Empörungen verursacht als der Ehrgeiz unzufriedener Köpfe ... Kalt und starr, die Muskeln zuckend in gelähmten Gliedern, seufzend, mit trübem Auge, abgestumpfter Empfindung, bethörtem Urtheil, kämpft der Gepeinigte den Todeskampf, dem häufig eine Ohnmacht sein Ziel steckt, bisweilen aber rasendes Irrereden vorausgeht.« (S. 66-68.)

Dies das Gemälde von den schrecklichen Folgen des unbefriedigten Hungers, dies der Grund des Nahrungsbedürfnisses, dies auch der Grund, warum die neue Weltweisheit nicht mehr das Nichts im Kopfe, sondern das Nichts im Magen — ein sehr reelles, weil empfindliches Nichts — zu ihrem und der Welt Princip macht.

Wir sehen zugleich hieraus, von welcher wichtigen ethischen sowohl als politischen Bedeutung die Lehre von den Nahrungsmitteln für das Volk ist. Die Speisen werden zu Blut, das Blut zu Herz und Hirn, zu Gedanken und Gesinnungsstoff. Menschliche Kost ist die Grundlage menschlicher Bildung und Gesinnung. Wollt ihr das Volk bessern, so gebt ihm statt Deklamationen gegen die Sünde bessere Speisen. Der Mensch ist was er isst. Wer nur Pflanzenkost geniesst, ist auch nur ein vegetirendes Wesen, hat keine Thatkraft.

Indess ist es nicht genug, dass wir unter dem Volk, welches ja längst vor der Entdeckung der thierisch-vegetabilischen Substanz der Hülsenfrüchte aus der Erfahrung die Wichtigkeit derselben, besonders der Linsen, erkannt hat, Propaganda für den Erbsenstoff machen, um durch die Salze und phosphorsaueren Alkalien, die in den Hülsenfrüchten in so reichlicher Menge enthalten sind, das faule Kartoffelblut des deutschen Volks wieder in Bewegung zu setzen. Auch wir, die wir unverdienterweise so glücklich sind, nicht allein von Kartoffeln zu leben, müssen die Lehre der Nahrungsmittel zu unserer Richtschnur nehmen, wenn wir einen guten Grund zu einer neuen Revolution legen wollen.

Die Diät ist die Basis der Weisheit und Tugend, der männlichen, muskelkräftigen, nervenstarken Tugend; aber ohne Weisheit und Tugend gedeiht keine Revolution. Lassen wir uns daher vor Allem durch die Politik, so niederschlagend und ekelerregend sie auch jetzt ist, nicht den Appetit zum Essen und Trinken verderben; aber mässigen wir den Genuss durch die Kenntniss der Nahrungsstoffe, wie sie uns hier der Verfasser mittheilt, wenngleich uns die Empfindung von ihren Wirkungen längst gesagt hat, was uns die Chemie lehrt. Aber die Aufgabe des Menschen ist eben, den Grund der Empfindung zu entdecken, den Gegenstand der Empfindung zu einem Gegenstand des Wissens zu erheben. Nicht mit Gebet, mit Erkenntniss zu geniessen, ist menschlich. Doch wir können dem Verfasser nicht bis in seine Diätetik und Zergliederung der einzelnen Speisen, Getränke und Gewürze hineinfolgen: empfehlen aber jedem Gelehrten, dem der Mensch mehr ist als das Buch, jedem Künstler, jedem Handwerker, jedem Lehrer, jedem Vater, jeder Hausfrau, dieses Buch als ein unentbehrliches, als ein Buch, welches alle die Bedingungen aufweist, welche zu einer gesunden, ihrem Begriffe entsprechenden, sowohl leiblichen als geistigen Nahrung erfordert werden.

Anmerkungen:
* Leicht gekürzte Fassung; die Kürzungen wurden mit "…" kenntlich gemacht.

(1) Die Regierungen machen Riesenfortschritte. Wenige Wochen nachdem dieses niedergeschrieben war, brachten die Zeitungen die Nachricht, dass die preussische Regierung in dem Kopfe eines Hirsches nach dem Entwurf eines furchtbaren Komplots gesucht habe. So verwirklichen unsere Regierungen selbst die tollsten Träume der Phantasie!

(2)Diesen Uebergang zur Demokratie hat schon der berühmte Physiolog Haller den jetzigen Naturforschern zur Pflicht gemacht. Haller schrieb drei politische Romane. Der erste handelt von der Despotie oder absoluten Monarchie, der zweite von der constitutionellen Monarchie, der dritte von der aristokratischen Republick. Was hätte nun nothwendig folgen sollen? »Le tableau d’une democratie parfaite«, wie schon Condorcet in seinem »Éloge de Mr. de Haller« bemerkt. Aber diese Consequenz scheiterte an der Berner Aristokratie, deren Mitglied Haller selbst war. Der jetzige Naturforscher ist jedoch an diese Lokalschranke nicht mehr gebunden. Er hat den Fehler Haller’s gutzumachen. Uebrigens lasse ich nicht umsonst den Naturforscher nach Amerika hinüberblicken, und womöglich selbst hinübergehen; denn es ist noch sehr in Frage, ob Europa, wenigstens in einem voraussichtlichen Zeitraum, einer wahren Umgestaltung und Verjüngung fähig sei. Gewohntes Uebel ist dem Menschen lieber als ungewohntes Neues, wenngleich es ein Gut ist. Ueberdies erfordert eine neue Zeit auch einen neuen Raum. Ortsveränderung gehört zur Sinnesänderung. Auf dem alten Boden haften auch die alten Sünden. Deutschland oder, was Eins ist, Europa, in eine Republik verwandeln wollen, kommt mir oft gerade so vor, als wenn man eine Dirne, die schon allen Potentaten gedient, in eine Jungfrau verwandeln wollte. Es giebt keine religiösen, aber auch keine moralischen und politischen Wunder.
The late Minister Eichhorn was once the Königsberg University gracious insurance: that the royal government indeed could not tolerate any religion and state teachings that conflict with their principles, but that they had no intention in the least, with this restriction of philosophical sciences, the natural sciences want to restrict. If we made another Prussian minister with limited sub Than mind known, however, the Minister Eichhorn has on this occasion - certainly not in this alone - the evidence supplied that it also gives a very limited government mind. How? the government maasst the dominion over our thoughts and intentions on, it prescribes what we think and to believe, and yet they allowed us to use our five senses?



The government put its nose in everything, they ransacked every corner of our desks, each wipe in our Trash to still usum certain papers auszuwittern traces of treason even in the ad Pium, and yet they do not examine the content of our herbaria, our stone collections, our stuffed animals? (1) The government is taking the citizens his weapons, the writer pointed his pen, the printer's press villain, and yet she lets the geologist's hammer, the anatomist be Secirmesser, the chemist be nitric acidHNO_{3}\,? Is not this a monstrous contradiction?


But what is the reason of this liberal attitude towards the natural sciences? Only the limited government mind who knows nothing of the secret subversive alliance of science with religion, philosophy and politics. However, at first superficial glance, the study of nature as the allerunschädlichste, so innocent that it only can always be displayed; because what is the transmission of the political world further than nature? What kind of a relationship between the laws of nature and the Intriguenspielen our policy, between the needs of life and the luxuries of our countries, between the forces of matter and the phrases of our ministers and deputies? What the forces of nature take care of our large and small powers, our princes and Democrats? Distinguishes the flea between princely and bourgeois blood, the flash between a crowned and uncrowned head? But as the object as the subject, as the cause of the effect. Indifference to the political parties and Handel is therefore the first effect of the natural sciences.



This effect now fits but so far the stuff of our reactionary governments when the naturalist is not against them; but he is not for them, and that alone makes him already a highly suspicious people. Because our countries are indeed "good Christian"; they are based, albeit with Bayonnetten, to the Scriptures, and is in her written: "He who is not with me is against me." Political indifference is actually only a temporary effect of natural science; because nature not only cares nothing about politics, it is also the direct opposite of the policy. Where nature, is not a policy, at least in terms of dynasties, and where policy, only unnatural: So how could remain indifferent to the naturalist in this striking contrasts between the essence of nature and the mischief of the policy?


The naturalist sees how nature is involved in an eternal progress as never falls back on an even exceeded level, never more of a man, a boy, a woman, a girl, a fruit, a flower, a flower, a sheet; as in nature, always dies the old, and then only to to deliver the fertilizer for a better future. How foolish, how ridiculous come against him before the reactionary miracle worker, who imagine, emphasize content-filled years of history, back put people on a deserted position, to make men children again! The naturalist sees as nothing Isolirtes, nothing Sporadic gives in nature; Everything is rather like in her in a great relationship and necessaries; as the natural beings Although abtheilen into different classes, but dissolve only after reasonable differences, and how even these last again in the unity of the whole itself. He used thereby involuntarily to look at all things from a universal point of view, therefore, also be applied to the policy the great standard of nature.



When he therefore a look at the German policy raises, alas! how tiny appear to him our "great statesmen" because as irrelevant the varieties of "thirty-eight German nations" that have generated on the dunghill of history right soil, how funny the discordant concord of the German princes, as unworthy of the corpsburschenschaftliche nature and activities of our Particularists how tremendously the narrowness of the politicians who consider a country like Prussia as a great state and call! The naturalist Although not unaware that Prussia had done great in the small Baden; but as small as infinitely small Preussen and his behavior seems to him on the whole of German politics! The naturalist is big German in the truest and highest sense of the word. For him there exists no Lichtenberg and Lobenstein, but not Prussia, not Austria, no Bayern. The naturalist knows from experience that the color of the allerwesenloseste difference feature. What else is different because but as the last Prussia and Bavaria, as the colors: black and white and blue white?


So how can the naturalist unsubstantial its universal sense and look through it, limit arbitrary, petty differences, be like-minded Prussian or Bavarian? But if you no longer thinks Prussian or Bavarian, you then can have a Royal Prussian or Bavarian royal, or even be upon royally and Lichtensteinische mind? Impossible! Therefore, the naturalist throws with Cicero's exclamation about the politics of his time: "sunt omnia omnium miseriarum plenissima" (Everything is all miseries full) longingly his eyes on the blue and white and black and white barriers of German politics over into the free virgin forests of North America, spatial prior to its alone disappear size petty Maas bars European Kabinetspolitik into nothing and finds salvation only in a democracy. (2)


But not only Democrat, Socialist and Communist himself also, of course, only in the rational and the general sense of the word, is necessarily the naturalist; because nature knows nothing of the Anmaassungen and fictions, by which man has rights in limited and stunted the existence of his fellow-men. The air is one of nature each and just so no one, it is the common property of all living; But the self-righteousness has made even the air to a shelving: "The wind is one of domination". However, nature knows the property, but only the necessary, unabsonderliche of life; it gives every creature what it needs; it has created none of starvation. The necessity of starvation owes its existence only at the mercy of the state, its nature of 'State', the uniforms, the appearance, the trinkets is. The view of nature arises why the people on the narrow-minded confines of embarrassing law, it makes man communistisch, ie liberal and generous. Even St. Anselm says it, his biographer Cadmerus According, quite at odds with the world-renowned spiritual greed that after the law of nature (secundum naturalem legem) not the one more than the others belonged, and that all the treasures of the world for the common good of the people were created.



The "good old law 'has humanity in Noblesse and Canaille, nobles and rabble, divorced and the nonsensical sentence erected to justify this Injurie against the human race," Venter nobilitat ". But science knows no difference between a noble and a bourgeois belly, she knows only from a common to all men and the same origin. Once when the anatomist Jodocus Lucius showed the position of the uterus, he said, "Here let bespiegeln us, we humans, that we are resplendent with our noble arrival and think that we are better than others: here is our first apartment between urine and faeces. "Such communistic, Heads of State and unlawful disposition infuses nature!



Yet the limited government mind gives science free and provides only the philosophy under police supervision. Only the philosophy! How foolish! How harmless it is, how poor, how defenseless compared to the natural sciences! How easy is it to prevent its harmful effects on the audience! What does it take to refute a philosopher? Nothing more than a professor of philosophy, and what to have an easier time as such! Therefore, when a revolutionary philosopher occurs, so you need to have only write a professor of philosophy against him, and the poor philosopher is, at least in the eyes of the audience - but that is what counts alone bill governs the world - mausetodt. The philosopher, the serving only the perfidious and ambiguous word for body, you also sonnenklarsten sentence unwidersprechlichsten evidence may indeed effortlessly destroy: Sixteen twist a word, often omit only a particle itself, and the whole sentence dissolves in on nonsense.


What are firmly against the particular and intimate connections of chemical substances the loose, fleeting phrases that addresses the idea? What against the solid physique of natural history nature of papierne periodic structure on which is based the philosopher! What Platinadichte against the natural system, the airy cobwebs of the language in which the thinker his nature unfolds! Spider ever so carefully, no matter how logically coherent thread to thread: thou shalt not against the nature of language, you string along only gap to gap, and each gap is a playground for the malice and stupidity of your critics. The philosopher also speaks out only in general and therefore abstract sets. Are these the same deducted only from individual real cases, so they seem to be yet grasped only from the air, if you are not looking through the bill through to the bottom, the Abstracte with the concrete, can combine the spiritual with the sensual. But how few are capable of this! And how powerless are at all abstract truths!


How different it is against the natural sciences whose principles vivid facts whose evidence are sensual instruments. But why say what others have said better! Condorcet in his "Praise of Mariotte" (1773) says:

“The new, best proven theories make little progress as long as they are based only on abstract principles; even the best minds, who are used to certain acquired in youth abstract ideas, reject all the ideas that do not easily combine with the former, and all speculative truths, for which one can give no sensible evidence, are for they absolutely lost. Therefore, when a man of genius proposing new truths, he has all just like him to supporters and a number of young people who are educated away the prejudices of the public schools; the rest did not understand him or wrong, pursuing him or makes him ridiculous.”











However, the naturalist does not intervene directly, as the philosopher, the religious and political prejudices on; but you can rip out or alter, without changing the way the whole series no member from the series of human ideas. As long as the imagination of religious belief, people dominated so long was also the natural world is a fable and fairy tale world. Those who believe in miracles in the Bible who also believes in miracles other than the Bible, who has everywhere wonder in the head. And vice versa: who believes in no natural wonder, who believes no longer religious. How it would be otherwise? The floor of all miracles is indeed nature. To be sure, the man can help with the excuse that he take up only in the realm of nature, not of religion and theology, the miracle. But only for a while; finally triumphs but in man the urge unit and sense of truth about the conflict between a natural and a rational irrational supernatural world.



The first revolutionary of modern times, therefore, was the author of the work "De revolutionibus Orbium Coelestium" Nicolaus Copernicus. Copernicus has the most general, the oldest, the most holy faith of humanity, the belief in the immobility of the earth, knocked over and shattered with this push the whole belief system of the ancient world. He has served as a real "coup man" at the top, the lowest and highest swept to bottom, the highest sphere of the Ptolemaic system, the primum mobile, made ​​(the cause of the daily motion of the heavens) to ground floor astronomy, earth appropriated the initiative of movement and thus all distant and open otherwise revolutions of the earth door and Thor.


He has the fantastically-despotic Dominium mundi of the Middle Ages that the Earth on the celestial body that had angemaasst Pope about the ghosts, the emperor above the princes and peoples, the man on the man made ​​to forever put an end to; he has redeemed from the human spirit the epicyklischen magic circles of tangled, contradictory nonsense of an imagined world and returned to the contemplation of the real world to the simplicity of nature. He has worked with saucy hand to him sealed, blown open with the exception of some heretical thinkers even the greatest minds of antiquity impenetrable, serving only to parapet of human stupidity, thoughtlessness and orthodoxy sky Veste, and thus the view of the people into the infinity of the universe extended and common sense provides input even in the sky. The sky was otherwise in religion for the throne and seat of the Godhead, the place of residence of the blessed, in the philosophy of the fifth element, where no negation, no change, no rise and fall should take place as to the plebeian world, in short, for a holy divine being. But all that sweet, sacred ideas and perspectives that otherwise knüpften at the sky, has modern astronomy, whose author or founder Copernicus was destroyed mercilessly. Although it has uplifted the Earth into the sky, but the very fact profaned even the sky, set the sky the stars on the same footing with the earth. Copernicus is it that has brought humanity to their heaven. Where no more sensual heaven, also disappears soon the sky of faith; because only at the sensual sky had also its religious basis and support point. Quite rightly, the Copernican system of the Catholics was considered a heretic formally condemned, at least theoretically rejected by the Protestants, because it contradicts Scripture. "What you are the earth," we read in Psalm, "on its soil (super stabilitatem suam, as it is called in the Vulgate) that it is for ever and ever." "The earth abideth for ever," says Ecclesiastes, " The sun rises and sets and runs to its place. "These and several other sayings of the Bible held one against the Copernicanern. But what is in the Bible, must also be in the nature. One has yet even in the constellations the Hebrew letters found! "Everything that Scripture asserts," we read, for example, in Theodorici Winshemii Novae quaestiones Sphaerae "from J. 1564" is undoubtedly certainly. The Scriptures, however, maintains that the earth is fixed and immovable. So the earth is at rest in the center of the world and does not move. "What a happy time, where you can still capture the human mind with Bible texts, with Bible texts could the revolutions of the earth areas standstill! What are the oratorical Machtsprüche what our political snake charmers want to conquer the "Lernaean serpent" of the revolution against the effects of the dead biblical character. And yet the government limited mind a not see that not only the godless philosophy but already master Copernicus the Bible taken their reactionary spell power. Copernicus has introduced the physical center of the world, the earth in the number of wandering stars; Copernicus has also displaced the spiritual center of the Christian world, the Bible in the class of erring human books. Weaknesses are the reasons which the Copernican tried to save the divine glory of the Bible. It has long since been refuted the story. "The Holy Spirit can not be separated, even parts that he should a piece of true and the other false teachings or have you believe." Where the Bible has no voice in astronomy because it will soon no longer in other things. How does because even with a false astronomy a true anthropology or psychology? How can you look at the people in the true light when, judged the world to which it belongs only to their bills? But what I am auctioning into the distant sky astronomy to denounce the natural sciences because of their revolutionary tendency of our governments? A us far more immediate, and eindringlichern zeitgemässern proof of the universal revolutionary importance of science, we have to present new font: teaching of foods. For the people. By Jacob Moleschott. Erlangen, sink. 1850th








This document informs us, in popular or what is One, philanthropic intent and language, the results of modern chemistry about the food, their constituents, their textures, effects and changes in our body. So she has really only a gastronomic purpose and object; and yet it is one, and in the highest degree, head and heart exciting, both in a philosophical than ethical and even political matters most important, even revolutionary writing.


I start my denunciation with the philosophy and claim that this writing, although it is all about eating and drinking, the lowest in the eyes of our supernatural Scheincultur files, but is of the highest philosophical significance and importance. Yes, I'll go further and say that it contains the only true "Principles of Philosophy of the Future" and the present; that we find dissolved in their most difficult problems of philosophy. What have not otherwise philosophers head broken with the question of the relationship between the body and the soul!


Now we know for scientific reasons, which long ago the people knew from experience that eating and drinking keeps body and soul together that the desired band so is the food. How has not otherwise been quarreling over indigenous or has come from outside ideas and how contemptuously looked down upon those which were derived the origin of the ideas from the senses! Now it's us as impossible of innate ideas to talk like native of food or of Aboriginal heat that really once calor under the name innatus played a major role in science. Now we know that the respiration the principal source of heat that the air is an essential part of our self that we pump everything from the outside, that we have nothing of his own, that we come as pure rags and communists in the world that nothing is in us what not outside of us exists that we capable only of oxygen, nitrogen, carbon and hydrogen, these few, simple and yet so infinitely diverse connection at the end, this ghostly, immediately un- and sensual, yet at and indirectly sensual fabrics are patched.



But how true this view of man with the Christian world and human intuition? After all, what is the real core of the Christian, at least dogmatic Christian doctrine? The "that we could exist alone with God, even if no space, no matter would be because our nature does not exclude the notion of the existence of external things in themselves"; that man an image of God, that is the essence of being, which consists only of itself and in itself that is just and in thought, which requires no world, no nature, no matter for its existence: i.e. that man still exists, even if His body and the material world ever perish.


And yet tolerate our gutchristlichen governments in Christian state the natural sciences, especially the allerradikalste, corrosivste and destructivste science, chemistry, has dissolved in their vagina water all the mysteries of the Christian worldview? What a monstrous contradiction!


But we return from the follies of the policy back to philosophy. How has not the concept of substance philosophy vexirt! What is she? I or non-ego, mind or nature, or the unity of the two? Yes, the unit. But what is said by that? The food is the only substance; the food, the identity of spirit and nature. Where no fat, no meat; but where no fat, there is no brain, no ghost: and the fat comes only from food. The food is the Spinoza Hen kai pan, the all-encompassing, the essence of nature. Everything depends on the food and drink. The diversity of nature is diversity of food. Even in the "revelation of nature and natural things ... by the most learned Hieronymum Cardanum" is personalize it completely at odds with the revelation of the Bible, where the food and drink given only a frivolous meaning, the essence of man as a food by and drink is presented independent: "the food liking in all natures people verenderen. Wölliche now vil venison and spice in Speiss need all grim and angry Leuth, wölliche herb eating, becoming milt and tame. "What thorny investigations has not been caused to the philosophers! Is it one or many? One with the thinker but different from the nothingness of thought? Useless questions! Being is one with the food; Its called food; what is eating and being eaten. Food is to be the subjective, thätige eaten that objective, suffering form of existence; Both, however, inseparable. It was only in Essen therefore fulfills the hollow concept of Being and the absurdity of question reveals: whether being and non-identical, ie if food and hunger is the same?





What have not the philosopher tormented with the question: what is the beginning of philosophy? I or non-ego, consciousness or Being? O ye gates, the sheer amazement at the enigma of the beginning unlocks her mouth and yet do not see that the open mouth is the entrance into the interior of the nature that the teeth have already cracked the nuts, what her today to you in vain upside break up! So you have to begin to think, which one begins to exist. The Principle essendi is also the Principle cognoscendi. But the beginning of existence is the diet; the food so the beginning of wisdom. The first condition is that you bring something in your heart and your head is: that you bring something in your stomach. "A Jove principium" it said otherwise, but now it says: "A Ventre principium". The old world turned upside down the body, the new sets his head on the body; the ancient world was the matter of the mind, the new makes the spirit from matter arise. The old world order was a fantastic and perverse generation, the new is a natural and very reason a rational. The old philosophy began to think they "just knew how to have fun and let the spirits about the people without bread"; the new begins with eating and drinking. The old philosophy was therefore nothing in the head - "Being and Nothingness is the same," Nothingness is the Infinitum et indeterminatum negans; Dieu est au opposé néant -: because where nothing in the stomach, nothing is even in the head. The head is the ability to close; But the precedents, the elements of these circuits are in the food and beverages. The spirit is light, consuming fire, but the fuel is the food substance. "A full belly studied not like"; right; but as long as the belly is full, as long as the head has nothing of the contents of the abdomen. Brain, the food only if they digested when they have become blood. The "full belly" is therefore a ridiculous comment. The fact remains that the food material is food for thought.


The brain can not exist without phosphorus-containing fat. ... To the phosphorus-containing fat is the origin, hence also established the activity of the brain. ... Without phosphorus no thought ("Teaching the food," S. 115fg.).

Where ever a speculative philosopher think of that? Do not they all explained the thinking of himself, made the mind into an independent, immaterial separate from all matter being? Can not you do not know in a non-existence of the same turns of the material foundations of the mind? Is it any wonder that it still looks so dark in the world, since even our greatest thinkers have no phosphorus in the head?

Is it any wonder that the nonsensical notion that creation out of nothing, even a sacred article of faith and the "highest problem of speculative philosophy" has been? What do you mean but "the world is created out of nothing" other than: it's created I do not know what from? So what is to believe in a creation or emergence out of nothing at all? It is said in the sanctity and divinity of ignorance believe; It is the ignorance to the top of the world, religion and science questions. An example of this we have just to the Diet Process. That the food flesh and blood are, you knew; but how?That did not you. So how do you solved the contradiction between the known and the unknown Something Nothing or nothing of ignorance? You wrote the body under the name of vitality easily the power to transform the food into blood, which means you wrote the organism, even if not in words, but indeed for a creative from nothing force, so the miracle the Christian dogma in the flesh implement.



But in reality it is quite different. Let us hear how. But before we understand how this, we need to know why we eat and what we eat, or rather we acquire. "Life's metabolism" (p.66). We received from the outside world materials and give them back, but in a different form, they will be eliminated. And the more or less we give of ourselves, the more or less we have to eat. Unfortunately also a proportionate decrease in precipitations is not connected to the reduced intake of foods. If we have to eat nothing, we eat ourselves, it is stated (page 62):



"Even if we abstain of all food and all potion, we breathe out carbon dioxide and water, the evacuations of urine and faeces take place remains to grow hair, the nails are extended, and sweat and mucus deprive the body of the hour its most important constituents. And if continence continues, then it betrays itself only too soon by a considerable decrease in the weight of our body. "

In addition, p.63:

"If the replacement stops while continue spending, then immediately changes the composition of the tissue, and the blood that buys not only the fabric but also for himself, makes in a few days or if it comes up, in a few weeks bankruptcy. Because of the oxygen we breathe, consumed by blood, falter its revenue. "

And page 49:

"all substances our body oxygen in the air is in fact fed we inhale constantly. No substance but uses more powerful than the oxygen into the growth and decay of organic compounds. Before continuing effect of oxygen has no organic connection of our body stock. "


At first dwindle under the devouring influence of oxygen, the fats, the muscles, the heart, spleen and liver, the latest, the nerves and the brain - a strange phenomenon, because they consist of the change most substances of our body, from fat and protein; an as yet unexplained phenomenon, but nevertheless declared the death of the late spiritual activity. But the consequences of starvation or fasting extend even further. Where the amount and mixture of the substance to the form of performing changed.

"For a common bond holds substance and form and performing entwined ... the lighter muscle, fat and protein which has disappeared, appears as wilted flesh that shrinks slowly. The heart is slow, the number of pulses is reduced considerably in the minute ... Small stimuli have big impact. The light does woe, a stronger sound becomes unbearable, a touch awakens anger ... In a sleepless night the hungry torments the greed, the powerful lever of so many passions. Who accesses carrion and corpses to the meat of his friends or to his own body, which proves more than the imagination of the poet can imagine ... By no shoots the power of the mind is defeated sad. Hunger desolate head and heart ... The Starving feels any pressure with Centnerschwere: why hunger has caused more outrage than the ambition dissatisfied heads ... cold and rigid, the muscles twitching in paralyzed limbs, with a sigh, with a sad eye, blunt sensation, bethörtem judgment, the Tormented fighting the agony, the frequent blackouts put his goal, but sometimes precedes raging delirium "(p. 66-68.)



This the painting of the terrible consequences of unsatisfied hunger, this is the reason of the need for food, this is also the reason why the new world wisdom no longer nothingness in the head, but the void in the stomach - a very real because sensitive Nothing - and to its World Princip makes.

We see at once from this, of which major ethical importance both as a political doctrine of the food for the people. The food is to blood, the blood to the heart and mind to thoughts and sentiments fabric. Human food is the foundation of human culture and mentality. Do you want to improve the people, so give him instead of declamations against sin better food. You are what you eat. Who enjoys only plant-based diet, is also just a vegetirendes beings, has no deed force.
...
However, it is not enough that we do among the people, which has long been the importance of the same, especially the lenses recognized from experience, before the discovery of the brutish-vegetable substance of legumes, propaganda for peas substance to and through the salts phosphorus aueren alkalis contained in the legumes in such large quantities, to put the rotten potato blood of the German people moving again. Even we who are undeservedly so happy, not only to live on potatoes, have to take the doctrine of the food to our guide, if we want to lay a good foundation for a new revolution.



The diet is the basis of wisdom and virtue, male, muscular strong, strong nerves virtue; but without wisdom and virtue prospers no revolution. Let us therefore mainly due to the policy, so depressing and disgusting it is now, do not spoil your appetite for food and drink; but we even benefited by the knowledge of nutrients, as here the author imparts us, although we the sensation has long been said of their effects, which teaches us that chemistry. But the task of man is precisely the reason for the feeling to discover, to raise the subject of the sensation to the subject of knowledge. Not with prayer, to be enjoyed with knowledge, is human. But we can the author not into follow up in its dietetics and dissection of each food, drinks and spices: but anyone scholars, the man is more than the book, every artist, every craftsman, every teacher, every father, every housewife, this book as an indispensable, as a book that has all the conditions that are required for a healthy, appropriate their terms, both physical as spiritual nourishment.






Remarks:
* Slightly abridged version; the cuts were made ​​with "..." indicated.

(1) The governments make giant strides. A few weeks after this was written, the newspapers carried the news that the Prussian government was looking for in the head of a deer after the draft terrible Komplots. To realize our governments, even the wildest dreams of the imagination!


(2) this transition to democracy has already made ​​the famous physiologist Haller to present naturalists compulsory. Haller wrote three political novels. The first deals with the despotism or absolute monarchy, the second of the constitutional monarchy, the third of the aristocratic Republick. What would now be necessary to follow? " Le tableau d'une democratie parfaite ", as already Condorcet in his" Éloge de Mr. de Haller noticed ". But this consequence was thwarted by the Bernese aristocracy whose member Haller himself was. The current naturalist, however, no longer bound by this local barrier. He has to make up for mistakes Haller's. Besides, I will not for nothing the naturalist to America over look, and perhaps go over itself; because it is still very much in question whether Europe, at least in a foreseeable period of time, a true transformation and rejuvenation was capable. Familiar Uebel is the people rather than unusual new, although it's a good. Besides this requires a new time and a new space. Change of location is part of the change of mind. On the old ground adhere the old sins. Germany or what is One, Europe, want to turn into a republic, I often happens just as if you wanted to turn a prostitute who already served all potentates, in a virgin. There is no religious, but also no moral and political miracle.

(add discussion)

Quotes | Nitric acid
The following are nitric acid related quotes:

“It is true: writing brings forth in the lives of many humans just such destructive results, like Ottilie in Goethe’s Elective Affinities, through whose appearance the fortune of a satisfying life is ruined.”
Ludwig Feuerbach (1834), Abelard and Heloise (Aphorism #42) [2]

“Just as god, substance, and trinity are ‘nothing but’ the projections of human consciousness, so is man nothing but a combination of chemical elements. And yet our so-called Christian government, says Feuerbach, permits the natural sciences, and in particular the most revolutionary of all, chemistry, to go on researching, investigating, and attacks philosophy, when the philosophical debates are being dissolved by the nitric acid of chemistry.”
— Marx Wartofsky (1977), Feuerbach (Ѻ)

Feuerbach saw the scientific revolution coming; it would be a time that would ‘dissolve the Christian world-view in nitric acid’.”
— William Newell (1986), The Secular Magi (Ѻ)

“After the failure of the political revolution of 1848, it was Feuerbach who prophesied another—successful—revolution, which would be speeded up by the natural sciences, the radical, corrosive natural sciences, especially chemistry. Although reactionary governments, with their limited range of vision, had not noticed the fact, that the natural sciences had ‘long before dissolved the Christian world view in nitric acid’. The philosopher, himself drawn to the natural sciences but continually falling back on theology, insisted that philosophy should be linked no longer with theology but with the natural sciences.”
— Hans Jung (1990), Freud and the Problem of God [4]

“Christians … hadn’t they heard, as one skeptic famously put it, that modern science had already dissolved Christianity in a vat of nitric acid.”
Lee Strobel (2004), reflective monologue, with citation to Feuerbach, on being sent in 1974 to report on the West Virginia hillbilly bombings and shootings over certain non-Christianity conforming textbooks being used in public schools [3]

References
1. (a) Feuerbach, Ludwig. (1850). “The Natural Sciences and the Revolution” (“Die Naturwissenschaft und die Revolution”) (GermanEnglish). Publisher.
(b) Feuerbach, Ludwig. (1975). Feuerbach’s Works, Volumes 1-6 (editor: Thies) (vol. 4, pgs. 243-65; quote, pgs. 253-54). Frankfurt.
2. Feuerbach, Ludwig. (1834). Abelard and Heloise: the Writer and the Human: a Series of Humorous Philosophical Aphorisms (Translation and Introduction: Eric Luft; Foreword: Angela Moreira) (Aphorism #42, pgs. 44-45). Gegensatz Press, 2012.
3. Strobel, Lee. (2004). The Case for a Creator: a Journalist Investigates Scientific Evidence that Points Toward God (pg. 9). Zondervan, 2009.
4. Kung, Hans. (1990). Freud and the Problem of God (translator: Edward Quinn) (pg. 3). Yale University Press.

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